Kategorie: "Bloggen"
Jan 1, 2014 - Bloggen, Buch    Kein Kommentar

Rückblick & Ausblick

rueckblick

Was gibt es Schö­ne­res, als einen ver­ka­ter­ten Dröhn­schä­del mit etwas Lese­fut­ter zu besänf­ti­gen? Und was gibt es Bes­se­res, als dies am Neu­jahrs­tag mit einer zünf­ti­gen Rück­schau auf das ver­gan­gene Jahr zu tun? Eben!

Net­ter­weise stellt meine Blogging-Plattform Word­Press hier­für ein paar Zah­len & Fak­ten zur Ver­fü­gung, die ich auch heuer mit euch tei­len will. Glei­ches gibt’s ja inzwi­schen auch von Face­book — nur dass dort die per­sön­li­chen Jah­res­rück­bli­cke den Anschein erwe­cken, dass Otto-Normal-Deutscher pro Jahr acht Monate Urlaub hat, drei Kin­der bekommt, jeden zwei­ten Abend voll­trun­ken mit all sei­nen Freun­den fei­ert und die rest­li­che Zeit damit ver­bringt, sich mit­tel­lus­tige bis nerv­tö­tende Video­clips reinzuziehen.

   9 Mal span­nen­der als Oper

Anders bei Word­Press: Hier bestim­men nicht etwa die sub­jek­ti­ven Bei­träge den Jah­res­rück­blick, son­dern objek­tive Zah­len. Rund 25.000 mal wurde meine Web­seite dem­nach im Jahr 2013 besucht — „wenn es ein Kon­zert im Syd­ney Opern­haus wäre, würde es etwa 9 aus­ver­kaufte Auf­füh­run­gen benö­ti­gen um so viele Besu­cher zu haben, wie die­ses Blog“, rückt Word­Press diese Zahl sogleich (inklu­sive eher mit­tel­präch­ti­ger Kom­ma­set­zung) ins rechte Licht. Frei über­setzt: Mein Blog­gen ist etwa 9 mal so span­nend wie die Auf­füh­run­gen in einem der renom­mier­tes­ten Opern­häu­ser der Welt. Nicht übel, deucht es mir.

Gleich­wohl bedeu­tet diese Zahl einen Rück­schritt im Ver­gleich zum Vor­jahr, als meine Web­seite noch rund 28.000 Besu­che zählte (zum Jah­res­rück­blick 2012). Was mich nicht allzu sehr ver­wun­dert. Denn zum einen war 2012 ja das Jahr mei­ner Reise, von der ich aus­gie­bigst berich­tet habe. Zum ande­ren waren es damals schlicht mehr neue Bei­träge: 77 im Ver­gleich zu 29 Posts im Jahr 2013. Da habe ich etwa von Februar bis Mai nur zwei Bei­träge ver­öf­fent­licht, genauso von Juli bis Oktober.

   Belieb­ter Todeskuss

Kaum über­ra­schend waren die besu­cher­stärks­ten Monate im Jahr 2013 der Juni (am 1. Juni kam mein Buch in die Läden) und der Dezem­ber — wohl wegen mei­nes Advents­ka­len­ders. Diese Aktion ist offen­bar sehr gut ange­kom­men, sodass die Seite im Monats­schnitt rund 100 Besu­che pro Tag ver­zeich­nete. Am stärks­ten schnitt dabei ent­ge­gen mei­ner Erwar­tung nicht etwa der Bericht über mei­nen finan­zi­el­len Zuge­winn durch das Buch ab, son­dern die Geschichte rund um jene Men­schen und Erleb­nisse, die es nicht ins Buch geschafft haben (Tür­chen #10 — Todes­kuss der Lösch­taste). Am zweit­be­lieb­tes­ten war die Beschrei­bung mei­ner lan­gen Suche nach dem pas­sen­den Buch­ti­tel (Tür­chen #11 — Auf Titel­jagd), und erst danach lan­dete der schnöde Mam­mon auf Rang drei (Tür­chen #17 — Buch schrei­ben macht reich. Nicht.)

Zum klick­stärks­ten Tag des Jah­res reichte es den­noch für kei­nen der Advents­ka­len­der­ar­ti­kel. Denn am 10. Juni ver­irr­ten sich nicht weni­ger als 224 Besu­cher auf mei­ner Web­seite — laut Word­Press „der geschäf­tigste Tag des Jah­res“. Belieb­tes­ter Arti­kel an die­sem Tag war übri­gens die Geschichte zum Schmöll­ner Mutz­bra­ten. Letz­tere war zugleich die am häu­figs­ten auf­ge­ru­fene Seite mei­nes Blogs im Jahr 2013 — gefolgt von dem Bericht übers Couch­sur­fing (Die per­fekte Welle) und dem Rezept für Huckel­ku­chen.

  Was kommt 2014?

Warum diese drei? Keine Ahnung! Was mich direkt vom Rück– zum Aus­blick auf 2014 bringt. Denn so rich­tig weiß ich noch nicht, was in die­sem, gerade einen Tag alten Jahr auf die­ser Web­seite pas­sie­ren wird. Sicher, im Januar und Februar ste­hen noch ein­mal zwei Lese­rei­sen an (–> Ter­mine), über die ich hier berich­ten werde. Dar­über hin­aus will ich erzäh­len, wie es mit dem Ludwigshafen-Buch wei­ter­geht, das die­ses Jahr erschei­nen soll, und zu dem ich ein kuli­na­ri­schen Kapi­tel beitrage.

Und sonst? Tja, da halte ich es mit Deutsch­lands zweit­größ­tem Phi­lo­so­phen nach Boris Becker, dem heil’gen Franz: Schaun mer mal.

In die­sem Sinne erst mal Fol­gen­des: Fro­hes neues Jahr!

Apr 15, 2013 - Bloggen, Buch    1 Kommentar

Reif fürs Museum

Is(s) was! Essen und Trin­ken in Deutsch­land“ heißt eine Wech­sel­aus­stel­lung im Haus der Geschichte — mit mei­ner Reise. (Foto by Cle­mens Pfeif­fer, CC-BY-SA-2.0-at)

Die­ses Inter­net ist ein Hort des Bösen, ich weiß, ich weiß. Zuvor­derst sind da die Aus­späh­ha­lun­ken von Google, gefolgt von den datens­ti­bit­zen­den Face­boo­kianern sowie eini­gen ande­ren Iden­ti­täts­kra­ken, Jugend­ver­dum­mern und Welt­un­ter­gangs­be­schleu­ni­gern. Das liest man ja stän­dig. Im Spie­gel. Beim Focus. Im Stern.

Den­noch ging ich vor mei­ner kuli­na­ri­schen Deutsch­land­reise den Pakt mit den Teu­feln ein: Ich schrieb über meine Erleb­nisse auf einer eige­nen Home­page, teilte Fotos und Ein­drü­cke über meine Face­book­seite, ja sogar bei Twit­ter zwit­scherte ich flei­ßig, was mir so unter­wegs wider­fuhr und auf die Tel­ler kam. Denn, so meine Über­le­gung vor der Abreise: Je mehr Men­schen von mei­ner Jagd nach lan­des­ty­pi­schen, regio­na­len Gerich­ten erfah­ren, desto besser.

Doch nie­mals, wirk­lich nie­mals hätte ich zu träu­men gewagt, was mir meine flei­ßige Online­schrei­be­rei alles ein­brin­gen würde. Näm­lich: unschätz­bar hilf­rei­che Tipps von Lesern, ein Buch­ver­trag beim Rowohlt-Verlag sowie nun sogar einen Platz im Haus der Geschichte, einem der meist­be­such­ten Museen in Deutsch­land. Doch der Reihe nach.

Dia­log mit dem Leser

Da waren also zunächst ein­mal die vie­len Kom­men­tare, Tipps und Anre­gun­gen mei­ner Leser wäh­rend der Reise. Bei­spiels­weise hätte ich ohne diese Hin­weise weder Osna­brück noch die kleine pfäl­zi­sche Gemeinde Plat­ten besucht — wodurch mir zwei unver­gess­li­che Rei­se­er­leb­nisse ver­wehrt geblie­ben wären (Osna­brück, Plat­ten). Und die neben­bei bemerkt zusam­men fast ein gan­zes Kapi­tel in mei­nem Buch ausmachen.

Zwei­tens: der Buch­ver­trag. Denn auf­ge­bro­chen bin ich auf eigene Faust und ohne einen Ver­lag im Rücken. Nichts­des­to­we­ni­ger hatte ich die feste Absicht, die kul­tu­rel­len und kuli­na­ri­schen Erleb­nisse mei­ner Anhal­ter­reise in Buch­form nie­der­zu­schrei­ben — und wenn meine Mut­ter her­nach die Ein­zige gewe­sen wäre, die das Werk je liest. Doch so weit kam es zum Glück nicht: Etwa drei Wochen vor Ende mei­ner Tour flat­terte die Mail einer jun­gen Dame in mein Post­fach. Meine Reise und die Idee dahin­ter fände sie sehr char­mant, und tat­säch­lich könne sie sich vor­stel­len, dass dar­aus ein Buch werde. Ob wir uns nicht mal ganz unver­bind­lich unter­hal­ten wol­len? Ach ja: Die junge Dame war damals Lek­to­rin beim Rowohlt-Verlag und lei­tet dort heute die Sachbuch-Sparte bei den Taschenbüchern.

Buch­ver­trag ohne Probelesen

Ohne einen ein­zi­gen Ver­lag selbst anzu­schrei­ben, unter­zeich­nete ich einen Monat spä­ter mei­nen Buch­ver­trag — und das, ohne dass die Frau je eine Zeile des Buches gele­sen hätte. Offen­bar reich­ten ihr allein meine Berichte im Blog und bei Face­book, denn als ich sie wenig spä­ter fragte, wie sie auf meine Reise gesto­ßen sei, ant­wor­tete sie: „Ganz genau kann ich das gar nicht mehr rekon­stru­ie­ren. Ich bin beim Sur­fen durch Zufall auf ein Couchsurfer-Interview gesto­ßen und von dort auf Ihre Seite gekommen.“

Nun erscheint mein Buch im Juni also in einem der renom­mier­tes­ten Ver­lage Deutsch­lands — Google, Face­book und Co. sei Dank.

Erst Leip­zig, dann Bonn

Und das ist noch nicht alles: Im Sep­tem­ber — ich hatte gerade rund die Hälfte des Buches zu Papier gebracht — erhielt ich wie­der eine Mail, dies­mal aus Leip­zig, von einem Mit­ar­bei­ter des dor­ti­gen Haus der Geschichte. „Wir berei­ten zur­zeit eine große Wech­sel­aus­stel­lung mit dem Titel „Is(s) was! Essen und Trin­ken in Deutsch­land“ vor“, schrieb er. Diese werde zunächst von Mai bis Okto­ber 2013 in Zeit­ge­schicht­li­chen Forum in Leip­zig zu sehen sein, und danach von Novem­ber 2013 bis April 2014 im Schwes­ter­mu­seum, dem Bon­ner Haus der Geschichte.

Er selbst, so der Mit­ar­bei­ter wei­ter, sei dabei für einen Raum zustän­dig, der das Thema „Rück­be­sin­nung und Regio­na­li­sie­rung der Ess­kul­tur“ auf­greife und habe nun von mei­ner Reise gele­sen. Wo? Da reicht ein Blick auf den Namen der Aus­stel­lung und auf die Adresse mei­ner Web­seite. Kon­kret gesagt: Wer bei Google nach „Is(s) was! Essen und Trin­ken in Deutschland“ sucht, erhält als erste Tref­fer zwei Links zur Aus­stel­lung, und schon danach folgt meine Web­seite — noch vor der Wiki­pe­dia.

Zuge­ge­ben: Meine Reise war ziem­lich genau das, wonach die Aus­stel­lungs­ma­cher für die­sen (klei­nen) Teil der Schau gesucht hat­ten. Doch ohne meine Web­seite, ohne meine Berichte und ohne Google hätte der Mit­ar­bei­ter wohl nie davon erfahren.

Aus­stel­lungs­er­öff­nung im Mai

Zahl­lose Tele­fo­nate, etli­che E-Mails, einen Besuch des jun­gen Herrn in Mün­chen und einen Trip mei­ner­seits nach Leip­zig spä­ter sind die Pla­nun­gen bezüg­lich „mei­ner“ Vitrine in der Aus­stel­lung inzwi­schen weit­ge­hend abge­schlos­sen. In ihr wer­den neun eher unbe­kannte Gerichte vor­ge­stellt, die ich auf mei­ner Reise ver­drückt habe; dazu gibt’s Expo­nate von unter­wegs sowie ein Video­in­ter­view mit mir; und auch mein Rei­se­ta­ge­buch sowie das Buch „Spei­sende soll man nicht auf­hal­ten“ wer­den eine Rolle in der Aus­stel­lung spielen.

Mehr sei an die­ser Stelle noch nicht ver­ra­ten, doch sobald ich von der Aus­stel­lungs­er­öff­nung Mitte Mai zurück bin, werde ich das Ganze noch ein­mal aus­führ­lich in Text, Bild und Video vor­stel­len — in die­sem bösen Inter­net, ver­steht sich. Das mir also (bis­lang) reich­lich Rei­s­ein­spi­ra­tion, einen Buch­ver­trag und eine Muse­ums­vi­trine beschert hat. Was ich dafür im Gegen­zug preis­ge­ge­ben habe? Meine per­sön­li­chen Daten — des­sen bin ich mir sehr wohl bewusst. Es kann also gut sein, dass bei Face­book künf­tig Anzei­gen für Koch­bü­cher und Pfan­nen auf mich ein­pras­seln anstatt Wer­bung für Sin­gle­bör­sen und Damenbinden.

Ich glaube, das werde ich verkraften.

Jan 21, 2013 - Bloggen    Kein Kommentar

Das nächste Projekt

Vom Schreibtisch aus geht es zu neuen kulinarischen Abenteuern.

Vom Schreib­tisch aus geht es zu neuen kuli­na­ri­schen Abenteuern.

Und, was kommt als nächs­tes? Das ist die zweit­häu­figste Frage, die mir seit der Rück­kehr von mei­ner kuli­na­ri­schen Reise gestellt wird. (Ganz vorne liegt Wo hat’s am bes­ten geschmeckt? – doch dar­über habe ich mich schon an ande­rer Stelle ausgelassen)

Gemeint ist damit: Wel­che Region kommt als nächs­tes auf mei­nen Spei­se­rei­se­plan, nach­dem ich mich durch alle 16 deut­schen Bun­des­län­der gefut­tert habe? Viel­leicht „Öster­reich, wie es is(s)t“? Das wäre zwei­fels­frei ein süßes Ver­gnü­gen. Oder „Bay­ern, wie es trinkt“? Das könnte eine mehr­jäh­rige Ange­le­gen­heit wer­den. Oder doch lie­ber „Die Süd­see, wie sie is(s)t“? Um bei der Recher­che ein paar Traum­in­seln abzuklappern.

Doch tief in mir ahne ich: Eine sol­che Reise per Anhal­ter, auf der Jagd nach kuli­na­ri­schen Deli­ka­tes­sen, die Unter­künfte nur via Couch­sur­fing suchend — so etwas werde ich zu 96-prozentiger Wahr­schein­lich­keit nicht wie­der­ho­len. Nicht, dass es nicht reiz­voll wäre, sich durch Ita­lien, Frank­reich oder Spa­nien zu schlem­men — im Gegen­teil: Ich liebe Pasta, ver­ehre fran­zö­si­schen Käse und würde für eine gute Cho­ri­zo­wurst meine Mut­ter belü­gen. Nein, der Grund ist viel­mehr: Ginge ich nun erneut auf Schlem­mer­reise, wären die Neu­gier, die Nai­vi­tät, der Reiz des Neuen und auch die Angst lange nicht mehr so prä­sent wie damals, als ich an einem grau­trü­ben Regen­tag an der Auto­bahn­auf­fahrt in Mün­chen erst­mals den Dau­men in die Luft streckte.

Denn bereits auf mei­ner drei­mo­na­ti­gen Deutsch­land­tour habe ich gemerkt, dass sich mit der Zeit eine gewisse Rou­tine ein­ge­schli­chen hat. Stand ich anfangs noch zit­ternd am Stra­ßen­rand, weil ich fürch­tete, dass nie­mals ein Auto hält, wurde ich mit der Zeit zum abge­brüh­ten Tram­per. Erwar­tete ich bei mei­nen ers­ten Couch­sur­fing–Gast­ge­bern noch einen von Stirn bis Zeh täto­wier­ten Atom­phy­si­ker, der in sei­ner Frei­zeit mit hal­lu­zi­no­ge­nen Pil­zen expe­ri­men­tiert, so wusste ich nach ein paar Wochen, dass man in Deutsch­land über­all pro­blem­los couch­sur­fen kann — und das bei weit­ge­hend nor­ma­len Leu­ten. Und trieb mich zu Beginn mei­ner Reise noch die Sorge um, an einem Ort kein lan­des­ty­pi­sches, tra­di­tio­nel­les Gericht zu fin­den, so ent­wi­ckelte ich mit der Zeit Metho­den, dank derer ich fast immer einen pas­sen­den Spei­se­part­ner fand — mal über die Zei­tungs­re­dak­tion vor Ort, mal über die Stadt­ver­wal­tung, mal über das Internet.

Kurzum: Je län­ger meine Reise dau­erte, desto pro­fes­sio­nel­ler orga­ni­sierte ich sie — und desto abge­klär­ter wurde ich. Und lei­der: desto lang­wei­li­ger wurde es. Denn rück­bli­ckend waren es gerade meine Nai­vi­tät, meine Feh­ler und meine Neu­gier, die mir die denk­wür­digs­ten Rei­se­er­leb­nisse bescherten.

Außer­dem ist das Leben ohne­hin zu kurz, um zwei­mal das glei­che zu tun — und so will ich heute mein neues Pro­jekt vor­stel­len, das ich dies­mal nicht auf der Straße, son­dern vom Com­pu­ter aus angehe: die Schmau­s­epost. Kurz gesagt, han­delt es sich dabei um einen wöchent­li­chen News­let­ter zum Thema Essen. Wer sich auf www.schmausepost.de anmel­det, erhält jeden Frei­tag­nach­mit­tag eine E-Mail mit Nach­rich­ten aus der kuli­na­ri­schen Welt, eine Samm­lung lesens­wer­ter Arti­kel sowie aus­ge­wählte Bei­träge und Rezepte von diver­sen Foodblogs.

Logo der Schmausepost.

Logo der Schmausepost.

Blei­ben ein paar Fragen:

  • Die Idee?

Im Zuge mei­ner Reise und des Buch­schrei­bens habe ich mich (noch) inten­si­ver mit dem Thema Essen aus­ein­an­der­ge­setzt. Im Web bin ich dabei auf zig inter­es­sante Blogs, tolle Lese­ge­schich­ten und nach­ko­chens­werte Rezepte gesto­ßen. Aber eine Web­seite, die sozu­sa­gen das Best-of die­ser Lese­häpp­chen sam­melt, habe ich ver­geb­lich gesucht. Und viel­leicht geht es ja nicht nur mir so? Des­halb will ich nun zumin­dest einige Monate lang aus­pro­bie­ren, ob so ein wöchent­li­cher News­let­ter Leser bzw. Abon­nen­ten findet.

  • Die Arbeit?

Woche für Woche schaue ich an die hun­dert Web­sei­ten durch — dar­un­ter klas­si­sche Nach­rich­ten­sei­ten, Por­tale, Newsti­cker, Home­pages von Ver­bän­den und Orga­ni­sa­tio­nen sowie unzäh­lige Food­blogs. Außer­dem ver­traue ich auf ein brei­tes Essens-Netzwerk bei Twit­ter. Für die Schmau­s­epost, die pünkt­lich zum Wochen­ende immer am Frei­tag­nach­mit­tag erscheint, wähle ich knapp zwei Dut­zend Nach­rich­ten und Arti­kel aus; zudem gibt es zwei Rezepte, und auch ein „Food­blog der Woche“ soll regel­mä­ßig vor­ge­stellt wer­den. Den Inhalt der ein­zel­nen Geschich­ten fasst die Schmau­s­epost in zwei, drei Sät­zen zusam­men. Wer mehr wis­sen oder den kom­plet­ten Text lesen will, der fin­det unter dem Bei­trag die zuge­hö­ri­gen Links.

  • Die Vor­bil­der?

Ähnli­che Ange­bote wie die Schmau­s­epost gibt es zu zahl­rei­chen The­men. Ich selbst lese bei­spiels­weise den sehr gut gemach­ten News­let­ter von turi2.de, der zwei­mal täg­lich alle Nach­rich­ten aus der Welt des Jour­na­lis­mus lie­fert. Für Fuß­ball­fans gibt es jeden Mor­gen Fokus Fuß­ball, das sich als „täg­li­che Blog– und Pres­se­schau zur schöns­ten Neben­sa­che der Welt“ ver­steht. Und über den Münch­ner Jour­na­lis­ten Kars­ten Loh­meyer bin ich auf das Tages­brie­fing auf­merk­sam gewor­den, einen täg­li­chen News­let­ter für die Ver­si­che­rungs­wirt­schaft. Und das sind nur drei Bei­spiele — sicher gibt es noch zig mehr. (wei­tere Bei­spiele gerne per E-Mail an info(ät)schmausepost.de)

  • Der Lohn?

Wozu die ganze Arbeit? Nun, zum einen würde ich mich ja ohne­hin aus per­sön­li­chem Inter­esse auf die Suche nach lesens­wer­ten Bei­trä­gen zum Thema Essen machen — wenn­gleich nicht so orga­ni­siert und in dem Aus­maß. Zum ande­ren glaube ich, dass die Schmau­s­epost mit der Zeit ihre Leser fin­den wird — und dann wäre ich prin­zi­pi­ell auch bereit, Anzei­gen in den News­let­ter auf­zu­neh­men, und mir so ein paar Euro zu ver­die­nen. Das wird sicher nicht schon in ein paar Wochen sein, aber viel­leicht in eini­gen Mona­ten. Und wenn nicht? Dann habe ich es wenigs­tens versucht.

  •  Und jetzt?

Jetzt würde ich mich natür­lich freuen, wenn sich mög­lichst viele von euch die Web­seite der Schmau­s­epost ein­mal anse­hen — und dich dann für den News­let­ter anmel­den. Denn noch befinde ich mich in der Aus­pro­bier­phase und suche drin­gend nach Ver­suchs­ka­nin­chen, die mir Feed­back geben. Was gefällt euch an der Schmau­s­epost? Und noch wich­ti­ger: Was gefällt euch nicht? Was könnte man ver­bes­sern? Wel­che Inhalte wür­den sich anbieten?

Schon jetzt sage ich lie­ben Dank für Anre­gun­gen, Kri­tik und Tipps — gerne per Mail an info(ät)schmausepost.de.

Jan 14, 2013 - Bloggen    1 Kommentar

Ein Blog blickt zurück

Das war 2012 bei „Deutsch­land, wie es is(s)t“.

Ins­ge­samt 28.000 Besu­cher hat der Blog „Deutsch­land, wie es is(s)t“ im ver­gan­ge­nen Jahr ver­zeich­net — das mel­det der Jah­res­rück­blick mei­nes Sta­tis­tik­pro­gramms, der vor eini­gen Tagen in mein Post­fach geflat­tert ist. „Wenn jeder Besu­cher ein Film wäre“, heißt es mit Ver­weis auf das Can­nes Film Fes­ti­val 2012 wei­ter, „dann würde die­ses Blog 6 Film Fes­ti­vals fül­len“. Ich habe mir den Satz mehr­fach durch­ge­le­sen. Doch ent­we­der ent­geht mir der tie­fere Sinn die­ses Ver­gleichs — oder aber er ist etwa so sinn­frei wie das Abend­pro­gramm von RTL.

Doch egal: Abge­se­hen von dem Ver­gleich umfasst der Jah­res­rück­blick 2012 eine Menge inter­es­san­ter Fak­ten. Hier meine Favoriten:

  • 542 Besu­cher ver­irr­ten sich am 21. Juni auf meine Seite und mach­ten ihn damit zum geschäf­tigs­ten Tag des Jah­res. Belieb­tes­ter Arti­kel an die­sem Tag war übri­gens die Über­sichts­seite zu mei­ner Route.
  • Mein Arti­kel über Couch­sur­fing („Die per­fekte Welle“) war der belieb­teste Arti­kel des Jah­res. Platz zwei geht an das Inter­view mit den schwä­bi­schen Spätz­le­ex­per­ten von Erna & Co.
  • 90% der Besu­cher kamen aus Deutsch­land. Die wei­te­ren Plätze: USA und Österreich.
  • Und zuletzt noch die häu­figs­ten Such­be­griffe, über die Sur­fer zu mei­nem Blog gelang­ten: „Schnüsch“, „Tei­chel­mauke“ und „Couch­sur­fing Deutschland“.

Doch damit genug vom ver­gan­ge­nen Jahr (hier der kom­plette Rück­blick) — ris­kie­ren wir lie­ber einen Blick in die Zukunft. Was also bringt 2013 für die­ses Blog? Nun, zunächst ein­mal werde ich wei­ter berich­ten, wie es um mein Buch „Spei­sende soll man nicht auf­hal­ten“ steht. Nach­dem sich die Lek­to­rin das Manu­skript vor­ge­nom­men hat, liegt es nun beim Rowohlt Ver­lag, der aktu­ell einen Gra­fi­ker für die Rei­se­s­kiz­zen sucht und den Text anschlie­ßend zum Kor­rek­tur­le­sen geben wird. Nach der­zei­ti­gem Plan soll das Buch dann im Juni 2013 auf den Markt kom­men.

Außer­dem werde in die­sem Jahr nicht nur in Buch­form über meine kuli­na­ri­sche Reise berich­ten, son­dern auch dar­über hin­aus. Mehr dar­über folgt in einem der kom­men­den Ein­träge — es lohnt sich also auch 2013 ab und zu mal bei „Deutsch­land, wie es is(s)t“ vorbeizuschauen.

Euch allen danke ich nun fürs Mit­le­sen und Kom­men­tie­ren im ver­gan­ge­nen Jahr, für viele kluge Anre­gun­gen und Hin­weise, ohne die meine Deutsch­land­tour weit­aus ärmer gewe­sen wäre. Und für 2013 wün­sche ich euch stets: Guten Appetit!