Kategorie: "Vor der Reise"
Mrz 10, 2012 - Vor der Reise    Kein Kommentar

Per Anhalter durch Deutschlands Küchen

Zuge­ge­ben: Es ist ein Sprung in die Ver­gan­gen­heit. Doch ich will euch nicht die­sen Arti­kel vor­ent­hal­ten, mit dem ich vor eini­gen Tagen den Start­schuss zu mei­ner klei­nen Kolumne im Münch­ner Mer­kur gege­ben habe. Fortan werde ich immer sams­tags im Landkreis-Teil von mei­nen kuli­na­ri­schen und kul­tu­rel­len Erleb­nis­sen berichten.

Lese­freund­li­cher gibt’s den Arti­kel übri­gens auf der Web­seite des Merkur.

Ganz frisch gibt es außer­dem ein paar Bil­der von mei­nem Besuch bei den Mutzbraten-Freunden in Schmölln — hier auf mei­ner Facebook-Seite.

Mrz 1, 2012 - Vor der Reise    1 Kommentar

Mensch des Tages

Carina Lech­ner vom Münch­ner Mer­kur hat für die Rubrik „Mensch des Tages“ einen Arti­kel über meine Reise und mich geschrie­ben. Nicht nur, weil ich darin gut davon­komme, will ich euch den Text nicht vor­ent­hal­ten — im Fol­gen­den mit Cari­nas freund­li­cher Erlaub­nis.
(Hin­weis: Ich selbst schreibe regel­mä­ßig für die Landkreis-Ausgabe des Münch­ner Mer­kur).

Und mit die­sen freund­li­chen Wor­ten ver­ab­schiede ich mich (hof­fent­lich) aus Mün­chen. Jetzt geht’s gleich zur A9-Auffahrt nahe Stu­den­ten­stadt, wo ich den Auto­fah­rern so lange mei­nen Dau­men ent­ge­gen­schwenke, bis sich einer erbarmt und mich nach Nürn­berg mit­nimmt.
Wie’s gelau­fen ist, und was mich im Fran­ken­land erwar­tet, lest Ihr hier im Blog, bei Twit­ter und auf mei­ner Facebook-Seite.

Feb 24, 2012 - Vor der Reise    2 Kommentare

Sechs Wünsche für meine Reise

Black Metal

Einen freund­li­chen Gesel­len der­ge­stalt erhoffe ich mir als Fah­rer — zumin­dest ein Mal. (Foto: Vas­sil bei Wiki­me­dia Com­mons, CC BY-SA 3.0)

Zelt? Check! Grelle Jacke? Check! Lange Unter­bu­xen für kalte März­nächte? Check! Notiz­bü­cher und Elek­tro­kram, um meine Erleb­nisse fest­zu­hal­ten und ins Web zu bla­sen? Doppel-Check!

Sechs Tage vor Rei­se­be­ginn habe ich meine Vor­be­rei­tun­gen größ­ten­teils abge­schlos­sen. Ich weiß, wo ich erst­mals den Anhal­ter­dau­men in die Luft recke — im Münch­ner Nor­den, Auf­fahrt zur A9. Ich weiß, wie mein Ziel lau­tet — Nürn­berg, Kapi­tole des Fran­ken­lan­des. Ich weiß, wel­ches Gericht ich dort auf­spü­ren will — das Frän­ki­sche Schäu­fele. Und ich weiß, wer mir bei der Jagd nach die­sem Lecker­bis­sen hel­fen kann — die Freunde des Frän­ki­schen Schäu­fele.

Was danach kommt? Da halte ich mich an den Peter Slo­ter­dijk des Fuß­balls und des­sen uner­schüt­ter­li­ches „Schau’n mer mal“. Oder dia­lekt­frei mit jenem Bon­mot aus­ge­drückt, das wahl­weise Niels Bohr, Mark Twain, Karl Valen­tin oder Chur­chill zuge­schrie­ben wird: „Pro­gno­sen sind schwie­rig — beson­ders wenn sie die Zukunft betreffen.“

Daher an die­ser Stelle kein Blick in die Kris­tall­ku­gel, son­dern ein Wunsch­zet­tel: Sechs Dinge, die mir auf mei­ner Reise wider­fah­ren sollen:

  1. Zumin­dest ein tra­di­tio­nel­les Gericht auf mei­nem Spei­se­plan soll mir so magen­zer­rei­ßend schreck­lich schme­cken als wäre es eine Schwe­fel­suppe mit Gal­len­häub­chen (mein Tipp: Labskaus)
  2. Zumin­dest ein Mal will ich auf mei­ner Reise von einem 80-Plus-Tantchen in ihre wind­schiefe Hütte zum Essen ein­ge­la­den wer­den. „Der junge Herr sucht tra­di­tio­nelle Küche? Hüs­tel­rö­chel­schnupf­schnief. Dann kommen’s jetzt mal mit mir. Ich brut­zel Ihnen da was…“ (mein Tipp: im Saar­land — wenn es die­ses land­ge­wor­dene Ver­gleichs­maß über­haupt real gibt)
  3. Zumin­dest… oder genauer: Nur ein ein­zi­ges Mal will ich beim Tram­pen von einem völ­lig Ver­rück­ten mit­ge­nom­men wer­den, der mit 230 über die Auto­bahn bret­tert, sich neben­bei einen Joint dreht, zu ohren­be­täu­ben­dem Death-Metal-Gegröle kopf­nickt und mir in den Lied­pau­sen von sei­nem Hobby erzählt — dem Dres­sie­ren von Meer­schwein­chen (mein Tipp: auf der A1 zwi­schen Ham­burg und Bremen)
  4. Zumin­dest ein Mal will ich mit einem mir bis vor drei Bier noch Unbe­kann­ten über den Sinn des Lebens phi­lo­so­phie­ren, ihn beim vier­ten Bier fin­den — und am nächs­ten Mor­gen zuguns­ten eines Dröhn­schä­dels wie­der ver­ges­sen haben (mein Tipp: im Sau­er­bra­ten­pa­last in Aachen)
  5. Zumin­dest ein Mal will ich auf mei­ner Reise von einem mei­ner Fah­rer, mei­ner Beher­ber­ger oder gene­rell einem Nicht-Bajuwaren hören: „Mensch, ihr Bay­ern seid ja gar nicht so kühl, klein­ka­riert und klug­schei­ßernd, wie man immer denkt.“ (mein Tipp… oder eher meine Hoff­nung: in Schles­wig, kurz vor der däni­schen Grenze — und nur wenn die Rede nicht auf mei­nen FC Bay­ern kommt)
  6. Zumin­dest ein Gericht möchte ich ent­de­cken, dass so köst­lich schmeckt wie Rinds­rou­la­den bei Mut­tern, so see­len­strei­chelnd wie Vier­kä­se­pizza nach einer durch­zech­ten Nacht und eine sol­che Geschmacks­ex­plo­sion auf der Zunge her­vor­kit­zelt, dass ich sofort in das jewei­lige Bun­des­land zie­hen würde, nur um näher am Quell die­ser Gau­men­freunde zu leben (mein Tipp — und ich hätte das nie gedacht, bevor mir meh­rere Per­so­nen unab­hän­gig von­ein­an­der davon vor­ge­schwärmt haben — mein Tipp also: der Pfäl­zer Saumagen)
Feb 20, 2012 - Vor der Reise    Kein Kommentar

Deutschland-isst im blauen Reich

Screenshot der Fanseite von "Deutschland-isst"

 

Auf­merk­sa­men Lesern ist der Kas­ten in der Sei­ten­spalte sicher auf­ge­fal­len: Ja, auch ich gebe mich der blauen Daten­krake hin und bewerbe „Deutsch­land, wie es is(s)t“ bei Face­book. Seit zwei Tagen gibt es eine eigene Fan­seite zu mei­ner tel­ler­über­lap­pen­den Reise. Dort werde ich von unter­wegs Fotos pos­ten, Videos tei­len und kluge Sätze tip­pen, die mir wäh­rend der stun­den­lan­gen War­te­rei am Stra­ßen­rand in den Sinn kommen.

Also macht mir eine Freude, besucht die Seite und klickt auf den „Gefällt mir“-Knopf, damit ich euch zwi­schen Aal­suppe und Labskaus mit mei­nen Erleb­nis­sen ner­ven kann…

Feb 15, 2012 - Vor der Reise    2 Kommentare

Irgendwann hält immer ein Auto“

Ralf Platsch­kow­ski auf Anhal­ter­tour in Serbien.

120.000 Kilo­me­ter hat Ralf Platsch­kow­ski in den ver­gan­ge­nen sechs Jah­ren zurück­ge­legt – per Anhal­ter. Der 25-Jährige schreibt für die Platt­form hitchwiki.org und sitzt im Vor­stand von Abge­fah­ren e.V., dem ers­ten deutsch­spra­chi­gen Tramp­ver­ein. Im Inter­view gibt mir Ralf Tipps für meine Reise – und ver­rät den häu­figs­ten Anfän­ger­feh­ler von Anhaltern.

Beim Blick auf meine Rei­se­route: Habe ich mir als Anhalter-Anfänger zu viel vorgenommen?

Ralf: Über­haupt nicht! Ich bin sicher, dass Du zügig und ohne große Schwie­rig­kei­ten vor­an­kom­men wirst. Deutsch­land ist ein sehr gutes Land für Anhal­ter. Und Du reist auch noch größ­ten­teils ent­lang Auto­bah­nen – wir nen­nen das scherz­haft U-Bahnfahren, weil es so ein­fach und schnell geht.

Mit wie vie­len Kilo­me­tern rech­nest Du, wenn Du durch Deutsch­land trampst?

Ralf: Ich setze so 50 bis 70 Kilo­me­ter pro Stunde an. Wenn ich aus­schließ­lich auf Auto­bah­nen reise, sind es sogar rund 100 Kilo­me­ter pro Stunde.

Aber das wären ja bis zu 800 Kilo­me­ter pro Tag?

Ralf: Ja, das ist keine Sel­ten­heit. Ich bin 2006 nach dem Zivil­dienst zum ers­ten Mal per Anhal­ter gefah­ren. Mit einem Freund wollte ich einen Monat lang von Osna­brück nach Süd­deutsch­land rei­sen und hatte zwei bis drei Wochen für den Trip nach Mün­chen ein­ge­plant. Doch schon nach zwei Tagen waren wir am Boden­see, danach ging’s wei­ter nach Ita­lien und Tschechien.

Was fas­zi­niert Dich so am Anhalterfahren?

Ralf: Anfangs war es vor allem die Mög­lich­keit, kos­ten­los und schnell zu rei­sen. Inzwi­schen geht es mir aber weni­ger ums Geld, son­dern um die Men­schen, denen man begeg­net. Ich habe die tolls­ten Geschich­ten erlebt, bin mit Fah­rern ins Phi­lo­so­phie­ren gekom­men, manch­mal erzäh­len sie sogar die pri­va­tes­ten Dinge.

Gab es auch unschöne Erlebnisse?

Ralf: In Ser­bien hat mir ein Fah­rer eine Ziga­rette ange­bo­ten – oder so habe ich ihn zumin­dest ver­stan­den. Als ich ablehnte, ist er furcht­bar wütend gewor­den und hat mich ange­brüllt. Das war so ein Mili­tär­typ. Da habe ich die Ziga­rette halt genom­men, zwei Züge gepafft und sie aus dem Fens­ter geschmissen.

Und das war das Gefähr­lichste in all den Jahren?

Ralf: Ja. Die gan­zen Geschich­ten von Anhal­tern, die ent­führt, beraubt oder sonst was wer­den, ver­dan­ken wir haupt­säch­lich Hol­ly­wood. Zwei Freun­din­nen von mir sind gemein­sam durch Russ­land nach China getrampt – mona­te­lang, ohne dass etwas pas­siert wäre. Zurück in Deutsch­land ist eine der bei­den eine Woche spä­ter aus­ge­raubt wor­den. Daheim im Treppenhaus.

Also reist Du voll­kom­men sorglos?

Ralf: Ich höre auf mein Bauch­ge­fühl. Wenn jemand anhält, bei dem ich auch nur einen Anflug von Zwei­feln habe, steige ich nicht ein. Vor allem, wenn zwei Män­ner im Auto sit­zen, über­lege ich mir das gründ­lich. Und bei drei Män­nern fahre ich aus Prin­zip nicht mit – egal wie nett sie auch rüberkommen.

Eine prak­ti­sche Frage: Dau­men raus­stre­cken, Schild hoch­hal­ten oder Fah­rer an Rast­plät­zen und Tank­stel­len direkt ansprechen?

Ralf: Das ist eine Frage, die unter Anhal­tern heiß dis­ku­tiert wird. Ich selbst stelle mich ein­fach an die Straße und halte den Dau­men raus. Wich­tig ist dabei, dass man einen guten Platz wählt.

Wie sollte der aussehen?

Ralf: Der Fah­rer muss genug Raum haben, um sicher anhal­ten zu kön­nen – also min­des­tens eine Auto­länge vor und zwei Auto­län­gen hin­ter mei­nen Platz. Gut sind bei­spiels­weise Bus­hal­te­stel­len oder Ein­buch­tun­gen. Auf dem Land stelle ich mich ein­fach neben das Ortsausgangsschild.

Und dann freund­lich lächeln und warten?

Ralf: Genau. Außer­dem würde ich Dir raten, eine bunte Jacke zu tra­gen. Am bes­ten gelb oder rot – das hat eine Stu­die aus Frank­reich gezeigt. Am sel­tens­ten wur­den Anhal­ter in schwar­zer Jacke mitgenommen.

Was sind das über­haupt für Men­schen, die Anhal­ter in Deutsch­land mitnehmen?

Ralf: Das lässt sich nicht ver­all­ge­mei­nern, das geht quer durch die Gesell­schaft – vom Geschäfts­mann im BMW über den Deutsch-Türken im Ford bis hin zur Mut­ter im Kombi. Auch die Auto­marke ist kein Indiz: Ich habe anfangs immer gedacht: Jetzt kommt ein Volvo, der nimmt mich sicher mit – doch nichts war’s.

Und wahr­schein­lich viele LKW-Fahrer?

Ralf: Gar nicht, in Deutsch­land fahre ich zu neun­und­neun­zig Pro­zent mit Autos. Vor allem viele deut­sche LKW-Fahrer dür­fen von ihrer Spe­di­tion aus keine Anhal­ter mitnehmen.

Wel­chen Feh­ler bege­hen Anfän­ger am häu­figs­ten beim Trampen?

Ralf: Ein typi­scher Feh­ler ist es, auf den Fah­rer zu hören – so komisch das klingt. In der Regel hat man seine Route vor­her gut geplant; doch dann schlägt der Fah­rer eine andere Aus­stiegs­stelle vor, weil diese angeb­lich bes­ser sei. Bei mir war meis­tens das Gegen­teil der Fall: Das waren dann Stel­len, wo nichts los ist oder die Autos nur schwer anhal­ten können.

Zuletzt noch ein Tipp, den jeder Anhalter-Anfänger beher­zi­gen sollte?

Ralf: Ganz spon­tan fällt mir ein: Don’t panic! Hab Geduld, irgend­wann kommt immer ein Auto, das einen mit­nimmt – selbst im Nirgendwo.

 

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Feb 10, 2012 - Vor der Reise    Kein Kommentar

20 Tage vor Abtramp

16-Tage-Vorschau für München

16-Tage-Wettervorhersage für München

Meine Tage bis zum Rei­se­be­ginn schmel­zen dahin — Eis und Schnee in Deutsch­land hin­ge­gen den­ken nicht an sel­bi­ges: Knapp drei Wochen, bevor ich nahe der Auf­fahrt zur A9 das erste Mal den Dau­men in Rich­tung Auto­fah­rer stre­cken werde, herr­schen hier­zu­lande ähnli­che eisige Tem­pe­ra­tu­ren wie der­zeit in der FDP-Parteizentrale. Und daran soll sich so schnell nichts ändern, wie obige 16-Tage-Wetterprognose von wetter.com verheißt.

Es könnte zu Beginn mei­ner Deutsch­land­reise also kalt wer­den am Stra­ßen­rand, wäh­rend Auto um Auto unge­bremst an mir vor­bei­braust. Und es dürfte sogar eisig-kalt wer­den in mei­nem klei­nen Wurf­zelt, das ich bis­wei­len auf­zu­schla­gen gedenke.

Des­halb steht für die kom­men­den Tage eines ganz oben auf mei­ner To-do-Liste: Unter­künfte suchen für die ers­ten Sta­tio­nen in Nürn­berg und Thü­rin­gen. Und da ich Hotels und Hos­tels eigent­lich mei­den will wie Anton Schle­cker faire Löhne, heißt es nun Couch­sur­fing und Hos­pi­ta­lity Club durch­pflü­gen auf der Suche nach einem freund­li­chen Gast­ge­ber (mit war­mer Stube).

Doch auch wenn die fros­tigste Käl­te­peit­sche seit Beginn der Wet­ter­auf­zeich­nun­gen in allen Jah­ren, die durch vier teil­bar sind, noch so sibi­risch wütet — meine Vor­freude kön­nen selbst die eisigs­ten Boulevard-Schlagzeilen nicht trüben.

Des­halb an die­ser Stelle ein kur­zer Vor­aus­blick auf meine Rei­se­pläne — in Zahlen:

  • 90 Tage will ich ins­ge­samt durch Deutsch­land rei­sen (März-Mai)
  • 16 Bun­des­län­der ste­hen auf der Rei­se­route
  • 3447 Kilo­me­ter werde ich dabei laut Google Maps min­des­tens per Anhal­ter zurück­le­gen müssen
  • 18 Gerichte ste­hen ins­ge­samt auf mei­nem Speiseplan
  • 24.600.000 Tref­fer ergibt die Google-Suche nach Döner — mit Abstand die meis­ten aller Gerichte
  • 5420 Tref­fer spuckt Google dem­ge­gen­über für Tei­chel­mauke aus — dem­nach das unbe­kann­teste unter mei­nen kuli­na­ri­schen Etap­pen­zie­len (hier eine Bil­der­ga­le­rie mit allen 18 Gerichten)

Und zuletzt noch Folgendes:

  • 2 treue Leser haben sich bis­her für das E-Mail-Abo ange­mel­det — durch­aus noch aus­bau­fä­hig. Wer künf­tig also auf dem Lau­fen­den blei­ben will, was sich hier so tut, der sollte recht­er­hand in das Ein­ga­be­feld seine E-Mail-Adresse tip­pen und auf den Abschicken-Button klicken
Jan 31, 2012 - Vor der Reise    Kein Kommentar

Startschuss minus 30

Startschuss

(Foto: Bun­des­ar­chiv, Bild 183−79908−0001 / CC-BY-SA)

30 also — die Zahl weckt in mir einer­seits eine Vor­freude wie der Geruch von schmel­zen­dem Käse aus dem Back­ofen. And­rer­seits ist mir zugleich etwas mul­mig: Nur noch 30 Tage — weni­ger als ein Monat! -, ehe ich zu mei­ner tel­ler­über­lap­pen­den Reise quer durch die Repu­blik aufbreche.

Die ver­blei­ben­den 30 Tage will ich nut­zen, um mein Vor­ha­ben in die­sem Blog vor­zu­stel­len — und oben­drein über meine Vor­be­rei­tun­gen zu berich­ten. Immer­hin: Die unge­fähre Route steht bereits (auch wenn ich wei­ter für Vor­schläge offen bin); zudem habe ich nach reich­lich Koch­buch­lek­türe für jedes Bun­des­land ein tra­di­tio­nel­les Gericht her­aus­ge­pickt (die Bil­der­ga­le­rie dazu gibt’s hier).

Was noch ansteht? Nun, zum einen werde ich ab kom­men­der Woche bei der Recher­che das Web umpflü­gen und mich hin­ters Tele­fon klem­men. Schließ­lich will ich jedes Gericht gemein­sam mit einem „Ein­hei­mi­schen“ kochen — sei es in einem Restau­rant, nach dem Rezept einer Oma, die ich an der Super­markt­kasse ken­nen­lerne, oder mit sonst einem Men­schen, der eine beson­dere Bezie­hung zu dem jewei­li­gen Gericht pflegt.

Zum ande­ren muss ich noch aller­lei Besor­gun­gen täti­gen — von Zelt bis Lebens­ver­si­che­rung -; ich will meine Facebook-Seite ein­rich­ten (der Link oben rechts führt der­zeit noch ins Web-Nirvana), diese Home­page etwas auf­hüb­schen und drei kurze Filme schnei­den, in denen ich von mei­nen Rei­se­plä­nen erzähle. Letz­tere gibt’s dann ab Ende der Woche peu à peu hier im Blog.

Nicht zuletzt gehe ich wei­ter auf Ide­en­su­che — mit euch. Des­halb: Wer kennt einen Koch in Sach­sen, des­sen Teichelmauke-Rezept über Gene­ra­tio­nen gereift ist? Wer hat eine Cou­sine in Ham­burg, die den Aal für ihre Ham­bur­ger Aal­suppe noch Mor­gen für Mor­gen selbst fängt? Oder wer glaubt ganz ein­fach, dass sein Tipp meine Reise schö­ner, erleb­nis­rei­cher oder lus­ti­ger macht? Dann gebt mir Bescheid — zur Kontakt-Seite geht’s hier.

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