Nov 28, 2013 - Buch, Weihnachtsaktion    13 Kommentare

Weihnachtsaktion & Adventskalender

Noch gibt's Bücher satt, und deshalb verschicke ich zum Weihnachtsfest signierte Exemplare als Geschenk - ohne Versandkosten.

Zum Fest gibt’s signierte Bücher als Weih­nachts­ge­schenk — ohne Versandkosten.

Weil eine „beschei­dene Hütte“ im klei­nen Lim­burg eine Kos­ten­ex­plo­sion in elbphilharmonie’scher Dimen­sion erlebte, stand kurz­zei­tig sogar das höchste Fest der Chris­ten zur Dis­po­si­tion. Weih­nach­ten fällt aus. Aus Kos­ten­grün­den. So mun­kelte man. Kein Advents­sin­gen, keine Christ­kindl­märkte, kein Geschen­ke­stress, kein Plätz­chen­glüh­weinin­ferno, kein Last-Minute-Christbaum, kein Onkel Otto, der lal­lend unterm Lametta hängt und das Heilig-Abend-Familienidyll zerstört.

Inzwi­schen jedoch haben sich die Hoff­nun­gen zer­schla­gen bzw. die Befürch­tun­gen nicht bestä­tigt. Wie der Autor die­ser Zei­len aus außer­ge­wöhn­lich gut unter­rich­te­ten Katho­li­ken­krei­sen erfah­ren hat, wird Weih­nach­ten nicht aus­fal­len. Heißt für euch: Auch die­ses Jahr braucht ihr Weih­nachts­ge­schenke. Viele Weih­nachts­ge­schenke. Für Mama, Opa, den klei­nen Bru­der, die Nach­bar­s­toch­ter und Tante Helga. Und für Onkel Otto, damit er wenigs­tens auf dem Weg zum Suff bes­ter Laune ist.

An alle, denen die all­jähr­li­che Geschen­ke­su­che so will­kom­men ist wie Brech­durch­fall auf einem Trans­at­lan­tik­flug (also im Grunde an alle…), rich­tet sich nun meine Weih­nachts­ak­tion:

  • Bis Hei­lig Abend gibt es mein Buch „Spei­sende soll man nicht auf­hal­teninklu­sive per­sön­li­cher Wid­mung — und das ver­sand­kos­ten­frei inner­halb Deutsch­lands (also für schlappe 9 Euro).
  • Wenn Ihr einem Rei­se­lieb­ha­ber, einem Koch­lieb­ha­ber, einem Essens­lieb­ha­ber oder Onkel Otto eine Freude machen wollt, dann geht das denk­bar einfach: Schickt mir eine E-Mail mit eurer Adresse und der gewünsch­ten Wid­mung (z.B. „Für mei­nen gelieb­ten Onkel Otto, auf dass er beim Lesen das Trin­ken ver­gisst…“) an fol­gende Adresse:
  • P.S. Falls Ihr inmit­ten des Weih­nacht­stru­bels nicht auch noch über eine Wid­mung sin­nie­ren wollt — kein Pro­blem: Schickt mir ein­fach den Namen des Beschenk­ten, und ich werde die­sen mit ein paar weihnachtlich-getragenen Wor­ten garnieren
  • P.P.S. Um sicher zu gehen, dass das signierte Buch an Hei­lig Abend neben Onkel Otto unterm Christ­baum liegt, bitte ich euch, die E-Mail bis spä­tes­tens 18. Dezem­ber zu schicken

Damit ihr meine Weih­nachts­ak­tion bei all dem Advents­stress, all den Glüh­wein­mas­sen und all den Plätz­chen­ber­gen nicht ver­gesst, werde ich euch auf die­ser Seite regel­mä­ßig daran erin­nern. Genauer gesagt: an jedem Werktag!

Zuge­ge­ben, das klingt zunächst ein­mal arg ner­vig, und des­halb ver­ste­cke ich meine pene­trante Wer­be­ak­tion hin­ter dem Deck­män­tel­chen eines Advents­ka­len­ders: Ab dem 1. Dezem­ber erzählte ich an die­ser Stelle von Mon­tag bis Frei­tag je eine kurze Anek­dote rund um das Buch und seine Ent­ste­hungs­ge­schichte. Bei­spiels­weise ver­rate ich, wel­chen haar­sträu­ben­den Feh­ler ich in das Rheinland-Pfalz-Kapitel gestüm­pert habe, warum das Buch heißt, wie es heißt (und nicht anders), oder wie immens der Reich­tum ist, den ich durch das Buch ange­häuft habe.

Und falls Ihr immer schon eine Frage rund um das Buch hat­tet, dann freue ich mich natür­lich über Anre­gun­gen — eben­falls an die Patrik.Staebler(ät)gmx.de.

Nov 7, 2013 - Buch, Lesungen    2 Kommentare

Go West!

Ab ins Land von Maultasche, Fleischküchle, Kartoffelsalat, Saiten, Linsen und Spätzle (von links nach rechts bzw. unten nach oben): Meine erste Lesetour führt mich nach Baden-Württemberg.

Ab ins Land von Maul­ta­sche, Fleisch­küchle, Kar­tof­fel­sa­lat, Sai­ten, Lin­sen und Spätzle (von links nach rechts bzw. unten nach oben): Meine erste Lese­tour führt nach Baden-Württemberg.

Als Tee­nie der 90er-Jahre wollte ich an die Über­schrift anknüp­fend von den Pet Shop Boys erzäh­len — als mich die Wiki­pe­dia eines Bes­se­ren belehrte. Denn zu mei­ner Über­ra­schung stammt das Lied Go West nicht etwa aus der Feder der bri­ti­schen Dance­kombo — Uni­for­mierte, Stech­schritt, die Frei­heits­sta­tue, ihr wisst schon -, son­dern im Ori­gi­nal von den nicht min­der desi­gn­be­wuss­ten Vil­lage People aus dem Jahr 1979.

Doch sei’s drum, nach Wes­ten mache ich mich also auf; nicht, um zu sin­gen — gott­lob. Statt­des­sen will ich erzäh­len und lesen, näm­lich aus mei­nem Buch „Spei­sende soll man nicht auf­hal­ten“. Diese erste ein­wö­chige Lese­tour, der zwei wei­tere Anfang 2014 fol­gen, führt mich über das All­gäu nach Ober­schwa­ben und bis hin­auf in Stutt­gart — und alle vier Ver­an­stal­tun­gen sind für mich in gewis­ser Weise besonders:

  • In Kemp­ten lese ich am Mon­tag­abend, 2. Dezem­ber, um 19 Uhr in der Alt­stadt­wirt­schaft — einem Lokal, das mei­ner Vor­stel­lung von einem per­fek­ten Restau­rant sehr nahe kommt. Dazu gibt’s dort die welt­bes­ten Kässpat­zen, die ich an die­ser Stelle schon ein­mal gewür­digt habe.
  • Tags dar­auf, am 3. Dezem­ber, folgt eine Lesung in Ravens­burg, im Medi­en­haus der Schwä­bi­schen Zei­tung. Bei der SZ habe ich nicht nur knapp vier Jahre gear­bei­tet, son­dern dort ist auch meine wöchent­li­che Kolumne erschie­nen, die ich wäh­rend mei­ner Reise geschrie­ben habe.
  • Nach einem Abend mit alten Kol­le­gen und dem Schwel­gen in ver­gan­ge­nen Zei­ten sowie einem — mut­maß­lich not­wen­di­gen — Erho­lungs­tag lese ich am Don­ners­tag, 5. Dezem­ber, im Hof­thea­ter in Sig­ma­rin­gen.
  • Zum Abschluss der Lese­reise steht am Frei­tag­abend, 6. Dezem­ber, in Stutt­gart eine Lesung an, auf Ein­la­dung des Muse­ums­ver­eins Stuttgart-Ost (MUSE-O). Dort freue ich mich auf ein Wie­der­se­hen mit dem His­to­ri­ker Ulrich Gohl und dem Jour­na­lis­ten Jür­gen Brand, die mir auf mei­ner Recher­cher­eise eine herr­li­che Geschichte zum Gais­bur­ger Marsch gelie­fert haben.

Danach geht’s zurück nach Mün­chen, ehe in der nächs­ten Woche die letzte Lesung die­ses Jah­res war­tet: am Don­ners­tag, 12. Dezem­ber, um 19.30 Uhr in der Stadt­bü­che­rei Gar­ching. Tickets für diese Ver­an­stal­tung könnt ihr übri­gens schon jetzt kos­ten­los in der Büche­rei abho­len (mehr dazu hier).

 

Eine Über­sicht aller Lesun­gen fin­det Ihr in der Rubrik Ter­mine.

Aug 12, 2013 - Buch, Lesungen    2 Kommentare

Gesucht: Platzerl zum Lesen

Nicht scharf, aber schön: ein Foto von meiner Premierenlesung im Provisorium in München.

Nicht scharf, aber schön: ein Foto von mei­ner Pre­mie­ren­le­sung in München.

Liebe Spei­sende, Liebe Rei­sende, Liebe Lesende,

ich brau­che eure Hilfe. Und zwar geht’s um Fol­gen­des: Ich bin gerade dabei, eine Reihe von Lesun­gen mei­nes Buches „Spei­sende soll man nicht auf­hal­ten“ für die Monate Okto­ber bis Januar zu orga­ni­sie­ren. Im Prin­zip deutsch­land­weit; gerne an Orten, die ich auf mei­ner kuli­na­ri­schen Reise besucht habe (zur Route); aber auch über­all, wo gutes Essen und ein biss­chen Lese­freude gou­tiert wer­den; selbst­ver­ständ­lich auch in Schlagdis­tanz von Mün­chen, weil das die Anreise erleich­tert; und mög­li­cher­weise sogar in Koope­ra­tion mit einem Lokal bzw. Koch in Form einer kuli­na­ri­schen Lesung.

Wo also kon­kret? Da erhoffe ich mir Tipps von euch! Kennt Ihr Buchläden/ Vereine/Restaurants/Firmen/Rotlichtbars/Sonstwas mit net­ten Inha­bern, die immer auf der Suche nach einem entspannt-unterhaltsamen Abend­pro­gramm sind? Oder wollt Ihr selbst eine Lesung ver­an­stal­ten und braucht noch einen Lesenden?

Dann gebt mir doch bitte Bescheid — hier bei Face­book oder per Mail/Telefon (Kon­takt­mög­lich­kei­ten).

P.S. Freuen würd’s mich außer­dem, wenn ihr die­sen Auf­ruf teilt — per Face­book, Twit­ter, Tele­gramm oder alt­her­ge­brach­ter Mund-zu-Mund-Propaganda. Die ent­spre­chen­den Links fin­det ihr unter dem Arti­kel. Danke!

Aug 7, 2013 - Buch    Kein Kommentar

Es muss ein Schwein sein“

Ein Bayer mit Brezel in Berlin.

Ein Bayer mit Bre­zel in Berlin.

Ich bin ent­zückt: Die Ber­li­ner Zei­tung wid­met mei­ner Reise und mei­nem Buch in ihrer Wochen­end­aus­gabe fast eine ganze Seite — und stellt das ganze dann auch noch unter die for­mi­da­ble Über­schrift „Es muss ein Schwein sein“ (die ich an die­ser Stelle selbst­ver­ständ­lich scham­los stehle).

Ich sag merci beau­coup, Ihr Haupt­stadt­linge. Da könnte ich’s euch fast ver­zei­hen, dass ihr in grauer Vor­zeit meine Bewer­bung für ein Volon­ta­riat bei der Ber­li­ner Zei­tung so unsanft abge­schmet­tert habt wie die unbeug­sa­men Gal­lier jeg­li­che Gesangs­ein­lage von Troubadix.

Hier geht’s zum Inter­view in der Ber­li­ner Zeitung

 P.S. Wei­tere Pres­se­be­richte über meine Reise und mein Buch gibt’s übri­gens hier.

Jun 27, 2013 - Buch    Kein Kommentar

Leserunde bei Lovelybooks

Meine Leserunde bei Lovelybooks.

Meine Lese­runde bei Lovely­books zu „Spei­sende soll man nicht aufhalten“.

Stark ver­ein­facht gesagt, ist Lovely­books  so eine Art Face­book für Lese­rat­ten. Mit­glie­der kön­nen sich dort über Werke aus­tau­schen, gele­sene Bücher in vir­tu­el­len Rega­len sam­meln und Rezen­sio­nen schrei­ben. Auto­ren bie­tet das Netz­werk die Mög­lich­keit, mit ihren Lesern in Kon­takt zu tre­ten und in soge­nann­ten Lese­run­den über ihre Bücher zu diskutieren.

Eine sol­che Lese­runde habe ich nun auch für „Spei­sende soll man nicht auf­hal­ten“ gestar­tet. Noch bis zum 7. Juli kön­nen sich Lovelybooks-Mitglieder dafür anmel­den und eines von 15 Rezen­si­ons­ex­em­pla­ren gewin­nen, die mir der Rowohlt-Verlag net­ter­weise zur Ver­fü­gung gestellt hat. Danach werde ich auf der Web­seite zur Lese­runde gemein­sam mit den Lesern über das Buch diskutieren.

Als Appe­tit­hap­pen habe ich ein klei­nes Video für die Lese­runde gedreht. Alles wei­tere fin­det ihr direkt auf der zuge­hö­ri­gen Web­seite. Dort könnt ihr — ob Lovelybooks-Mitglied oder nicht — mit­re­den, mit­schrei­ben und mitdiskutieren.

 

 

Jun 20, 2013 - Ausstellung    Kein Kommentar

Meine kulinarische Reise im Museum

Ich hatte es vor eini­ger Zeit schon ein­mal ange­kün­digt: Meine kuli­na­ri­sche Deutsch­land­reise kommt ins Museum. Und nicht in irgend­ein Museum, son­dern ins Haus der Geschichte. Zunächst in Leip­zig (Mai 13 — Februar 14) und spä­ter im Mut­ter­haus in Bonn (März 14 — Okto­ber 14) ist eine große Wech­sel­aus­stel­lung mit dem Titel „Is(s) was?! — Essen und Trin­ken in Deutsch­land“ zu sehen.

Die Schau beleuch­tet das Thema Essen aus den ver­schie­dens­ten Blick­win­keln. Unter ande­rem geht es auch um die Wie­der­ent­de­ckung der regio­na­len Küche — und genau hier kommt meine Reise ins Spiel. Denn als Exem­pel für das lang­sam erwa­chende Inter­esse an tra­di­tio­nel­ler, lan­des­ty­pi­scher Küche wird meine kuli­na­ri­sche Tour in einer Vitrine vorgestellt.

Zur Eröff­nung der Aus­stel­lung Mitte Mai konnte ich lei­der nicht in Leip­zig sein. Doch nun habe ich dort im Rah­men des Begleit­pro­gramms mein Buch „Spei­sende soll man nicht auf­hal­ten“ bei einer Lesung vor­ge­stellt — und mir zuvor natür­lich die Aus­stel­lung ange­se­hen. Ich kann nur sagen: Wenn Ihr die Chance dazu habt, dann geht da hin! Denn die Aus­stel­lung ist toll gemacht, unglaub­lich infor­ma­tiv und vol­ler span­nen­der Geschichten.

Um euch einen klei­nen Ein­druck zu ver­mit­teln, hier ein paar Impres­sio­nen:

„Mit ins­ge­samt über 1.200 Objek­ten zeigt die Schau die Band­breite der Ernäh­rungs­ge­wohn­hei­ten in Deutsch­land“, heißt es in der Aus­stel­lungs­be­schrei­bung. „Besu­cher begeg­nen All­täg­li­chem und Kurio­sem rund um ihr täg­li­ches Essen. Anschau­lich erfah­ren sie Moden, Trends und Lebens­stile, aber auch gesell­schaft­li­che Rea­li­tä­ten und Mentalitäten.“

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Den Auf­takt der Aus­stel­lung macht ein Spie­gel­raum, der in etwa die glei­che Funk­tion hat wie die Obst– & Gemü­se­ab­tei­lung im Super­markt: den Besu­cher abbrem­sen, mit der The­ma­tik ver­traut machen, einen ers­ten Ein­druck hin­ter­las­sen. Dazu ist der Boden gepflas­tert mit Essens­ma­ga­zi­nen, die ver­deut­li­chen sol­len, wie all­ge­gen­wär­tig Essen & Trin­ken heut­zu­tage in unse­rer Gesell­schaft sind. In den Spie­gel­käs­ten befin­den sich zudem einige beson­dere Expo­nate — dar­un­ter das wert­vollste Objekt der Ausstellung: das „Buch von guter Speise“, das erste deutsch­spra­chige Koch­buch aus dem Jahr 1350.

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Der erste der sie­ben Aus­stel­lungs­räume wid­met sich der Frage: Wer kocht? An einer Wand sind alle Zwei– und Dreis­ter­ne­kö­che in Deutsch­land auf­ge­lis­tet (fast nur Män­ner), doch auch um die Situa­tion am hei­mi­schen Herd soll es gehen. Dazu kön­nen die Besu­cher in einem Durch­gang mit­tels Knopf­druck ange­ben, wer bei ihnen zu Hause den Koch­löf­fel schwingt. Erstaun­li­ches Ergeb­nis: Zwi­schen Frauen und Män­nern herrscht zumin­dest hier Gleichstand. 

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In der Aus­stel­lung geht es nicht nur um die schö­nen Sei­ten des Essens: In einem laborähn­li­chen Raum kann der Besu­cher anhand einer Zeit­leiste all die Lebens­mit­tel­skan­dale der ver­gan­ge­nen Jah­re­zehnte ver­fol­gen. Kaum über­ra­schend: Je näher man der Gegen­wart kommt, desto mehr häu­fen sich die Skandale.

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Als Kon­trast zur Labor­at­mo­sphäre folgt danach das Thema: Lust beim Essen. Im Hin­ter­grund seht ihr eine Reihe von Glas­vi­tri­nen, die beson­ders geruchs­in­ten­sive Gewürze beinhal­ten. Dank der Riech­lö­cher kann sich der Besu­cher selbst einen olfak­to­ri­schen Ein­druck von den Gewürze machen. Im Vor­der­grund steht ein Ess­tisch, auf des­sen Ober­flä­che ein Mehr-Gänge-Menü pro­je­ziert wird. Der Muse­ums­gast kann sich also an den Tisch set­zen und (zumin­dest vir­tu­ell) mitschlemmen.

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Auch das Thema Lebens­mit­tel­ver­schwen­dung wird in einem wei­te­ren Raum auf­ge­grif­fen. Nette Idee: der Müll­con­tai­ner als Fern­se­her. Hier kann sich der Besu­cher einen Film über soge­nannte Müll­tau­cher anse­hen, also Men­schen, die von den weg­ge­schmis­se­nen Lebens­mit­teln der Super­märkte leben.

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Und damit zu dem Raum, in dem meine kuli­na­ri­sche Reise ver­tre­ten ist. In ihm geht es einer­seits um den Ein­fluss aus­län­di­scher Küchen auf das Ess­ver­hal­ten der Deut­schen. Und and­rer­seits wird der Trend auf­ge­grif­fen, dass sich immer mehr Men­schen auf ihre Wur­zeln rück­be­sin­nen und die tra­di­tio­nelle Regio­nal­kü­che wiederentdecken.

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Beim Thema mul­ti­kul­tu­relle Küche nicht feh­len darf natür­lich der Döner­ke­bab. Groß­ar­tig die Tafel über der Vitrine: Sie stammt aus Seat­tle und erklärt den ame­ri­ka­ni­schen Gäs­ten, was in einem „typisch deut­schen“ Döner steckt.

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So sieht der gesamte Raum aus: In der Mitte sind rund um den Kimono (Thema: „Sushi in Suhl“) Bild­schirme ein­ge­las­sen, wo sich die Besu­cher ver­schie­dene Filme anse­hen können.

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Unter ande­rem gibt es dort auch ein Inter­view mit einem nim­mer­sat­ten Viel­fraß zu sehen, der über seine Erleb­nisse bei „Labskaus, Schnüsch und Dib­belab­bes“ berich­tet. (Hätte ich damals gewusst, dass ich gefilmt werde, hätte ich mich natür­lich rasiert…)

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 Nun aber zu „mei­ner“ Vitrine, die zwei­ge­teilt ist: Im obe­ren Part sieht man eine Deutsch­land­karte mit meh­re­ren Klapp­ta­feln, hin­ter denen sich aus­ge­wählte Gerichte ver­ste­cken, die ich auf mei­ner Reise geges­sen habe. Und im unte­ren Teil…

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… ist zum einen ein Exem­plar mei­nes Buches „Spei­sende soll man nicht auf­hal­ten“ aus­ge­stellt. Zum ande­ren liegt dane­ben das eng bekrit­zelte Tage­buch, das ich auf mei­ner Reise dabei hatte.

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Zurück zur Deutsch­land­karte: Auf der Klapp­ta­fel steht außen ledig­lich der Name des jewei­li­gen Gerichts, sodass der Besu­cher erst ein­mal rät­seln kann, was sich hin­ter „Dib­belab­bes“ oder „Tei­chel­mauke“ ver­birgt. Die Lösung sieht er dann, wenn er das ent­spre­chende Klappe öffnet.

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Hin­ter der Klappe ver­ste­cken dann ein, zwei kleine Expo­nate, die ich von mei­ner Reise mit­ge­bracht habe (oder die nach­träg­lich von mei­nen Gast­ge­bern ans Muse­ums geschickt wur­den). Dazu gibt’s lin­ker­hand ein paar Infor­ma­tio­nen zu dem Gericht und — natür­lich — das Rezept. Net­tes Detail: Rechts unten befin­det sich zudem ein soge­nann­ter QR-Code. Mit einem ent­spre­chen­den Pro­gramm auf dem Smart­phone kann man die­sen QR-Code ein­scan­nen und lan­det umge­hend auf der zuge­hö­ri­gen Web­seite in mei­nem Blog (zur Über­sicht aller Aus­stel­lungs­ge­richte)

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Und zum Abschluss noch für alle Lese­fau­len, die sofort bis hier­her run­ter­ge­scrollt haben: So sieht das Ganze live aus…

 

Jun 12, 2013 - Buch    Kein Kommentar

Verlosung: Bücher zu gewinnen

Eines dieser drei Bücher kann bald dir gehören.

Eines die­ser drei Bücher kann bald dir gehören.

Update: Das Gewinn­spiel ist been­det, die drei Bücher sind ver­lost — und gehen nach Köln, Salz­burg und Sig­ma­rin­gen. Den Gewin­nern wün­sche ich viel Spaß bei der Lektüre!

Mick­rige elf Exem­plare von „Spei­sende soll man nicht auf­hal­ten“ hat Ama­zon aktu­ell noch auf Lager (Stand Mitt­woch­vor­mit­tag). Nun mag das sicher an der knaus­ri­gen Bestel­lung des Ver­sand­rie­sen lie­gen — doch viel bes­ser gefällt mir die Vor­stel­lung, dass sich die Kun­den um meine Bücher rei­ßen wie Obe­lix um einen Wild­schwein­bra­ten, und daher die Amazon-Regale nahezu leer­ge­fegt sind.

Wie dem auch sei, für alle Zukurz­ge­kom­me­nen habe ich eine gute Nach­richt: Dank des Rowohlt-Verlages darf ich an die­ser Stelle drei Exem­plare mei­nes Buchs unter euch ver­lo­sen. Was müsst ihr dazu tun? Ganz einfach:

  1. Kli­cke auf den unten ste­hen­den Facebook-Knopf und teile die­sen Ein­trag in dei­ner Facebook-Timeline
  2. Schreibe mir eine E-Mail an Patrik.Staebler@gmx.de, damit ich dich ggfs. über dei­nen Gewinn infor­mie­ren kann

Oder alter­na­tiv:

  1. Kli­cke auf den unten ste­hen­den Twitter-Knopf und teile die­sen Ein­trag in dei­ner Twitter-Timeline
  2. Schreibe mir eine E-Mail an Patrik.Staebler@gmx.de, damit ich dich ggfs. über dei­nen Gewinn infor­mie­ren kann

Die Ver­lo­sung läuft noch bis Sonn­tag. Dann werde ich aus allen Ein­sen­dern drei Gewin­ner zie­hen und diese per E-Mail benach­rich­ti­gen. Viel Glück!

Jun 1, 2013 - Buch    Kein Kommentar

Es ist… ein Buch!

buecher

Glück­lich im Büchermeer.

Heute vor 46 Jah­ren erschien das Beatles-Album Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club. Heute vor 23 Jah­ren wurde Karl-Marx-Stadt in sei­nen alten Namen Chem­nitz rück­be­nannt. Und heute vor 17 Jah­ren errang Rapid Wien zum 30. Mal die öster­rei­chi­sche Fuß­ball­meis­ter­schaft. Keine Frage, der 1. Juni war schon immer ein beson­de­rer Tag.

Nun will ich mich kei­nes­wegs mit den Beat­les mes­sen, an Karl Marx rüt­teln oder die glor­rei­chen Erfolge von Rapid Wien schmä­lern — und doch stelle ich die­ser Reihe ein wei­te­res 1.-Juni-Ereignis hinzu: Seit dem heu­ti­gen Sams­tag steht mein Buch offi­zi­ell in den Läden. Hin­ter mir lie­gen eine unver­gess­li­che Reise, unge­zählte Arbeits­stun­den am Com­pu­ter, unge­sunde Men­gen an Kaf­fee sowie eine unbe­schreib­li­che Freude und Erleich­te­rung, als ich das fer­tige Werk vor rund drei Wochen erst­mals in den Hän­den hielt. Doch über all das habe ich hier bereits aus­führ­lich berich­tet — des­halb lasse ich es an die­ser Stelle gut sein.

Nur eines noch: Falls ihr in Erwä­gung zieht, das Buch bei Ama­zon zu erwer­ben, und mir oben­drein etwas Gutes tun wollt, dann könnt ihr den 304-Seiten-Wälzer auch über den „Kau­fen bei Amazon“-Button in der rech­ten Spalte kau­fen — denn in dem Fall erhalte ich pro Buch einige Cent Pro­vi­sion von Ama­zon. (Ohne dass es für euch teu­rer wird — mehr erfah­ren).

P.S. An die­ser Stelle noch ein­mal kurz der Hin­weis: An die­sem Sonn­tag, 2. Juni, feiere ich ab 19.30 Uhr im Pro­vi­so­rium in Mün­chen eine Pre­mie­ren­le­sung bei freiem Ein­tritt. Ihr alle seid dazu herz­lich ein­ge­la­den; Details ste­hen in der Rubrik Ter­mine

Apr 15, 2013 - Bloggen, Buch    1 Kommentar

Reif fürs Museum

Is(s) was! Essen und Trin­ken in Deutsch­land“ heißt eine Wech­sel­aus­stel­lung im Haus der Geschichte — mit mei­ner Reise. (Foto by Cle­mens Pfeif­fer, CC-BY-SA-2.0-at)

Die­ses Inter­net ist ein Hort des Bösen, ich weiß, ich weiß. Zuvor­derst sind da die Aus­späh­ha­lun­ken von Google, gefolgt von den datens­ti­bit­zen­den Face­boo­kianern sowie eini­gen ande­ren Iden­ti­täts­kra­ken, Jugend­ver­dum­mern und Welt­un­ter­gangs­be­schleu­ni­gern. Das liest man ja stän­dig. Im Spie­gel. Beim Focus. Im Stern.

Den­noch ging ich vor mei­ner kuli­na­ri­schen Deutsch­land­reise den Pakt mit den Teu­feln ein: Ich schrieb über meine Erleb­nisse auf einer eige­nen Home­page, teilte Fotos und Ein­drü­cke über meine Face­book­seite, ja sogar bei Twit­ter zwit­scherte ich flei­ßig, was mir so unter­wegs wider­fuhr und auf die Tel­ler kam. Denn, so meine Über­le­gung vor der Abreise: Je mehr Men­schen von mei­ner Jagd nach lan­des­ty­pi­schen, regio­na­len Gerich­ten erfah­ren, desto besser.

Doch nie­mals, wirk­lich nie­mals hätte ich zu träu­men gewagt, was mir meine flei­ßige Online­schrei­be­rei alles ein­brin­gen würde. Näm­lich: unschätz­bar hilf­rei­che Tipps von Lesern, ein Buch­ver­trag beim Rowohlt-Verlag sowie nun sogar einen Platz im Haus der Geschichte, einem der meist­be­such­ten Museen in Deutsch­land. Doch der Reihe nach.

Dia­log mit dem Leser

Da waren also zunächst ein­mal die vie­len Kom­men­tare, Tipps und Anre­gun­gen mei­ner Leser wäh­rend der Reise. Bei­spiels­weise hätte ich ohne diese Hin­weise weder Osna­brück noch die kleine pfäl­zi­sche Gemeinde Plat­ten besucht — wodurch mir zwei unver­gess­li­che Rei­se­er­leb­nisse ver­wehrt geblie­ben wären (Osna­brück, Plat­ten). Und die neben­bei bemerkt zusam­men fast ein gan­zes Kapi­tel in mei­nem Buch ausmachen.

Zwei­tens: der Buch­ver­trag. Denn auf­ge­bro­chen bin ich auf eigene Faust und ohne einen Ver­lag im Rücken. Nichts­des­to­we­ni­ger hatte ich die feste Absicht, die kul­tu­rel­len und kuli­na­ri­schen Erleb­nisse mei­ner Anhal­ter­reise in Buch­form nie­der­zu­schrei­ben — und wenn meine Mut­ter her­nach die Ein­zige gewe­sen wäre, die das Werk je liest. Doch so weit kam es zum Glück nicht: Etwa drei Wochen vor Ende mei­ner Tour flat­terte die Mail einer jun­gen Dame in mein Post­fach. Meine Reise und die Idee dahin­ter fände sie sehr char­mant, und tat­säch­lich könne sie sich vor­stel­len, dass dar­aus ein Buch werde. Ob wir uns nicht mal ganz unver­bind­lich unter­hal­ten wol­len? Ach ja: Die junge Dame war damals Lek­to­rin beim Rowohlt-Verlag und lei­tet dort heute die Sachbuch-Sparte bei den Taschenbüchern.

Buch­ver­trag ohne Probelesen

Ohne einen ein­zi­gen Ver­lag selbst anzu­schrei­ben, unter­zeich­nete ich einen Monat spä­ter mei­nen Buch­ver­trag — und das, ohne dass die Frau je eine Zeile des Buches gele­sen hätte. Offen­bar reich­ten ihr allein meine Berichte im Blog und bei Face­book, denn als ich sie wenig spä­ter fragte, wie sie auf meine Reise gesto­ßen sei, ant­wor­tete sie: „Ganz genau kann ich das gar nicht mehr rekon­stru­ie­ren. Ich bin beim Sur­fen durch Zufall auf ein Couchsurfer-Interview gesto­ßen und von dort auf Ihre Seite gekommen.“

Nun erscheint mein Buch im Juni also in einem der renom­mier­tes­ten Ver­lage Deutsch­lands — Google, Face­book und Co. sei Dank.

Erst Leip­zig, dann Bonn

Und das ist noch nicht alles: Im Sep­tem­ber — ich hatte gerade rund die Hälfte des Buches zu Papier gebracht — erhielt ich wie­der eine Mail, dies­mal aus Leip­zig, von einem Mit­ar­bei­ter des dor­ti­gen Haus der Geschichte. „Wir berei­ten zur­zeit eine große Wech­sel­aus­stel­lung mit dem Titel „Is(s) was! Essen und Trin­ken in Deutsch­land“ vor“, schrieb er. Diese werde zunächst von Mai bis Okto­ber 2013 in Zeit­ge­schicht­li­chen Forum in Leip­zig zu sehen sein, und danach von Novem­ber 2013 bis April 2014 im Schwes­ter­mu­seum, dem Bon­ner Haus der Geschichte.

Er selbst, so der Mit­ar­bei­ter wei­ter, sei dabei für einen Raum zustän­dig, der das Thema „Rück­be­sin­nung und Regio­na­li­sie­rung der Ess­kul­tur“ auf­greife und habe nun von mei­ner Reise gele­sen. Wo? Da reicht ein Blick auf den Namen der Aus­stel­lung und auf die Adresse mei­ner Web­seite. Kon­kret gesagt: Wer bei Google nach „Is(s) was! Essen und Trin­ken in Deutschland“ sucht, erhält als erste Tref­fer zwei Links zur Aus­stel­lung, und schon danach folgt meine Web­seite — noch vor der Wiki­pe­dia.

Zuge­ge­ben: Meine Reise war ziem­lich genau das, wonach die Aus­stel­lungs­ma­cher für die­sen (klei­nen) Teil der Schau gesucht hat­ten. Doch ohne meine Web­seite, ohne meine Berichte und ohne Google hätte der Mit­ar­bei­ter wohl nie davon erfahren.

Aus­stel­lungs­er­öff­nung im Mai

Zahl­lose Tele­fo­nate, etli­che E-Mails, einen Besuch des jun­gen Herrn in Mün­chen und einen Trip mei­ner­seits nach Leip­zig spä­ter sind die Pla­nun­gen bezüg­lich „mei­ner“ Vitrine in der Aus­stel­lung inzwi­schen weit­ge­hend abge­schlos­sen. In ihr wer­den neun eher unbe­kannte Gerichte vor­ge­stellt, die ich auf mei­ner Reise ver­drückt habe; dazu gibt’s Expo­nate von unter­wegs sowie ein Video­in­ter­view mit mir; und auch mein Rei­se­ta­ge­buch sowie das Buch „Spei­sende soll man nicht auf­hal­ten“ wer­den eine Rolle in der Aus­stel­lung spielen.

Mehr sei an die­ser Stelle noch nicht ver­ra­ten, doch sobald ich von der Aus­stel­lungs­er­öff­nung Mitte Mai zurück bin, werde ich das Ganze noch ein­mal aus­führ­lich in Text, Bild und Video vor­stel­len — in die­sem bösen Inter­net, ver­steht sich. Das mir also (bis­lang) reich­lich Rei­s­ein­spi­ra­tion, einen Buch­ver­trag und eine Muse­ums­vi­trine beschert hat. Was ich dafür im Gegen­zug preis­ge­ge­ben habe? Meine per­sön­li­chen Daten — des­sen bin ich mir sehr wohl bewusst. Es kann also gut sein, dass bei Face­book künf­tig Anzei­gen für Koch­bü­cher und Pfan­nen auf mich ein­pras­seln anstatt Wer­bung für Sin­gle­bör­sen und Damenbinden.

Ich glaube, das werde ich verkraften.

Mrz 4, 2013 - Buch    Kein Kommentar

Die Diagnose lautet: Lesewurm

Die Druckfahnen zu "Speisende soll man nicht aufhalten" - wobei sich auf dem Deckblatt gleich zwei Fehler eingeschlichen haben.

Such­spiel: Wer ent­deckt die Feh­ler auf dem Deck­blatt der Druckfahnen?

Euro­pes The Final Count­down. One Moment in Time von Whit­ney Hous­ton. Oder — gerne zur Weih­nachts­zeit — Wham! mit Last Christ­mas. Na, klingelt’s? Oder bes­ser: wurmt’s?

Genau, die Rede ist vom gemei­nen Ohr­wurm, einem laut Wiki­pe­dia „ein­gän­gi­gen und merk­fä­hi­gen Musik­stück, das dem Hörer für einen län­ge­ren Zeit­raum in Erin­ne­rung bleibt und einen hohen akus­ti­schen Wie­der­er­ken­nungs– und Repro­duk­ti­ons­wert besitzt“. Das Wort stammt übri­gens vom gleich­na­mi­gen Insekt ab, das dem Duden zufolge nach volks­tüm­li­cher Vor­stel­lung „gern in Ohren kriecht“.

Ein Ohr­wurm also. Das kannte ich. Zur Genüge. Siehe oben. Was mir jedoch gänz­lich neu war, und was ich erst im Zuge mei­nes Buch­pro­jekts „Spei­sende soll man nicht auf­hal­ten“ ken­nen­lernte, ist das Phä­no­men des Lese­wurms. Lei­der lie­fern hier­für weder Wiki­pe­dia noch der Duden brauch­bare Erklä­run­gen, des­halb ver­su­che ich mich im Fol­gen­den an einer eige­nen Definition:

Lese­wurm, Sub­stan­tiv mas­ku­lin. Ein Text, der durch fan­ta­s­til­li­ar­den­fa­ches Lek­türe für einen län­ge­ren Zeit­raum in Erin­ne­rung bleibt und dem Leser dadurch nur noch als sinn­ent­leerte Anein­an­der­rei­hung von Buch­sta­ben erscheint. 

Einen sol­chen Lese­wurm also habe ich mir ein­ge­fan­gen, wie sich nach­drück­lich gezeigt hat, als am Mon­tag die Druck­fah­nen zu „Spei­sende soll man nicht auf­hal­ten“ in mei­nem Brief­kas­ten lagen. Zur Erklä­rung: Dabei han­delt es sich um die Buch­sei­ten, wie sie in ihrer fer­ti­gen Form aus­se­hen wer­den - inklu­sive Schrift­bild, Lay­out etc. Darin kann ich nun „letzte, klei­nere, nicht den Umbruch ver­än­dernde Kor­rek­tu­ren ein­tra­gen“, wie mir der Rowohlt-Verlag mit­ge­teilt hat, ehe das Buch end­gül­tig in den Druck geht. Bleibt nur ein Haken: Dazu muss ich das Manu­skript ein wei­te­res Mal lesen — und hier nun kommt der Lese­wurm ins Spiel.

Denn gefühlt habe ich in den Mona­ten des Schrei­bens, Ver­bes­serns, Ärgerns, Schrei­bens, Umstel­lens, Schrei­bens, Ärgerns, Schrei­bens, Löschens, Ver­bes­serns und Schrei­bens das Buch öfter durch­ge­ar­bei­tet, als ich in die­ser Zeit Scho­ko­rie­gel zur Ner­ven­be­sänf­ti­gung ver­drückt habe — und glaubt mir: Diese Zahl lässt den Schul­den­stand Grie­chen­lands mick­rig erscheinen. Kurzum, ich kann inzwi­schen ganze Pas­sa­gen des Manu­skripts aus­wen­dig; nachts schwir­ren Text­frag­mente ein­zel­ner Kapi­tel durch meine Träume; meine einst so auf­re­gende Reise kommt mir beim xten Durch­le­sen wie eine dröge Tup­per­fahrt vor; und alle For­mu­lie­run­gen, die mir bei der Nie­der­schrift noch unsag­bar genial und vor Wort­witz trie­fend erschie­nen, wir­ken plötz­lich nur wie flos­kel­schwere Dampf­plau­de­rei. Ein kla­rer Fall von Lesewurm.

Daher sehne ich inzwi­schen den Moment her­bei, in dem ich die Druck­fah­nen end­gül­tig in den Umschlag ste­cke, ihn zu Rowohlt nach Ham­burg schi­cke, und danach die Wör­ter „Spei­sende soll man nicht auf­hal­ten“ erst wie­der sehe, wenn sie end­gül­tig und unver­än­der­bar auf Buch­de­ckeln gedruckt sind.

Davor jedoch werde ich mich in den kom­men­den Tagen zusam­men­rei­ßen und mir die 16 Kapi­tel ein letz­tes Mal mit dem Rot­stift vor­neh­men. Im Kampf mit dem Lese­wurm setze ich dabei auf drei Dinge. Ers­tens: wei­tere Unmen­gen an Scho­ko­rie­geln. Zwei­tens: der Gedanke an den 1. Juni, wenn „Spei­sende soll man nicht auf­hal­ten“ end­lich in den Rega­len der Buch­lä­den lie­gen soll. Und drit­tens werde ich wäh­rend der Lek­türe im Hin­ter­grund  The Final Count­down in Dau­er­schleife spie­len — im Kampf Wurm gegen Wurm.


P.S. Weil es so über­haupt nichts mit obi­gem Text zu tun hat, ver­weise ich an die­ser Stelle noch ein­mal auf mein neues Pro­jekt — die Schmau­s­epost. Meine Bitte: Werft einen Blick auf die Seite, mel­det euch für den News­let­ter an, und sagt mir danach, was ihr davon haltet.

P.P.S. In den Manu­skript­wäl­ze­pau­sen grüble ich der­zeit, wie und wo ich die Ver­mark­tung mei­nes Buches nach dem Erschei­nungs­ter­min im Juni etwas ankur­beln kann. Habt ihr Vor­schläge, wel­che Orte bzw. Loka­li­tä­ten sich etwa für eine Lesung eig­nen wür­den? Oder Ideen, wel­che Ver­an­stal­tun­gen ich sonst noch auf die Beine stel­len könnte? Dann gebt mir bitte Bescheid — hier in den Kom­men­ta­ren, per E-Mail oder auf mei­ner Facebook-Seite. Danke!

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